17.06.2024 - 10:15, Verhandlungsbeginn
18.06.2024, Reservedatum

Ort: BVGer, St. Gallen
Fall: CA.2023.27

Art der Delikte

Berufungsverhandlung; Bundesanwaltschaft (Berufungsführerin) und A. (Berufungs- und Anschlussberufungsführer) gegen das Urteil der Strafkammer SK.2022.30 vom 21. Juni 2023 in der Strafsache Bundesanwaltschaft und Privatklägerschaft gegen A. wegen gewerbsmässigen Betrugs (Art. 146 Abs. 1 und Abs. 2 StGB),  ungetreuen Amtsführung (Art. 314 StGB), ungetreuen Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB), Ausnützens von  Insiderinformationen (Art. 40 Abs. 1 aBEHG bzw. Art. 154 Abs. 1 FinfraG) sowie eventualiter Verstosses gegen Art. 76 Abs. 6 und 7 aBVG.



Bemerkungen

A. wird vorgeworfen, im Rahmen seiner Tätigkeit als Portfoliomanager bei einer kantonalen Pensionskasse unter Verletzung insbesondere seiner Sorgfalts-, Treue-, Offenlegungs-, Rechenschafts- sowie Herausgabepflichten sowie des Verbots des Front Runnings seine vorab privat platzierten Kauf- und Verkaufsaufträge von Aktien etc. mit denjenigen abgestimmt zu haben, die er in der Folge auf Namen und Rechnung der Pensionskasse tätigte. Durch den auf diese Weise abgestimmten Handel habe A. von 2008 bis 2018 für sich persönlich einen Gewinn in der Höhe von ca. 3 Millionen Franken erzielt, welcher der Fondsleitung bzw. der Pensionskasse zugestanden wäre.


Mit Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts vom 21. Juni 2023 wurde A. in 29 Fällen des vollendeten und in 15 Fällen des versuchten, mehrfachen Ausnützens von Insiderinformationen sowie der mehrfachen ungetreuen Amtsführung und der mehrfachen Geldwäscherei schuldig gesprochen. Von den Vorwürfen der übrigen Fälle des Ausnützens von Insiderinformationen bzw. des schweren Falles des Ausnützens von Insiderinformationen erfolgte hingegen ein Freispruch, ebenso vom Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung. Betreffend den Vorwurf des gewerbsmässigen Betrugs wurde das gegen den Beschuldigten geführte Strafverfahren eingestellt. Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten sowie mit einer bedingten Geldstrafe, unter Ansetzung einer Probezeit von je 2 Jahren. Mit ihren Berufungen bzw. Anschlussberufung fechten die Bundesanwaltschaft und der Beschuldigte diverse Urteilspunkte in diesen Schuld- bzw. Strafpunkten an.



Spruchkörper: Berufungskammer, Kollegialgericht

Sprache: Deutsch
09.07.2024 - 10:15, Verhandlungsbeginn

Ort: II Gerichtssaal
Fall: CA.2024.9

Art der Delikte

Berufungsverhandlung; Bundesanwaltschaft (Berufungsführerin) und A. (Anschlussberufungsführer) gegen das Urteil der Strafkammer SK.2023.25 vom 7. Dezember 2023 in der Strafsache Bundesanwaltschaft gegen A. wegen Ausnützen von Insiderinformationen als Primärinsider (Art. 154 Abs. 1 FinfraG).



Bemerkungen

A. wird vorgeworfen, am 15. Mai 2018 als Chief Operating Officer (COO) der international tätigen Firma B. die nur Insidern bekannte Information über den schlechter als erwarteten Geschäftsgang der B. im Vorfeld der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 24. Mai 2018 ausgenutzt zu haben. Durch den rechtzeitigen Verkauf seiner Anteile habe er einen Verlust in der Höhe von ca. CHF 250'000.-- vermieden.


Mit Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts vom 7. Dezember 2023 wurde A. vom Vorwurf des Ausnützen von Insiderinformationen freigesprochen, jedoch wurden ihm die Verfahrenskosten in Anwendung von Art. 426 Abs. 2 StPO auferlegt. Die Bundesanwaltschaft führt gegen den Freispruch Berufung. A. führt gegen die Auferlegung der Verfahrenskosten Anschlussberufung.



Spruchkörper: Berufungskammer, Kollegialgericht

Sprache: Deutsch